02.07.2026
Am 18. Juni 2026 wurden zwölf neue Stolpersteine in Eschwege verlegt. Damit gibt es nun 195 dieser Gedenksteine in Eschwege.
Seit 2008 (Beschluss der Stadtverordnetenversammlung) bzw. 2009 (erste Stolpersteinverlegung) nimmt Eschwege am Projekt „Stolpersteine“ teil, das 1992 von dem Kölner Künstler Gunter Demnig ins Leben gerufen wurde. Stolpersteine erinnern an die Menschen, die in den Jahren 1933 bis 1945 von den Nationalsozialisten vertrieben, verfolgt und ermordet wurden. Jeder Stein bringt einen Namen zurück.
Wie bereits zuvor, wurde auch diese Stolpersteinverlegung von York-Egbert König vom Stadtarchiv zusammen mit der Historischen Gesellschaft des Werralandes organisiert. Die Kreisstadt Eschwege und ihr Stadtarchiv engagieren sich in vielfältiger Weise für eine lebendige Erinnerungskultur.
Die diesjährige Aktion startete in der Niederhoner Straße 54 mit der Verlegung von zwei Stolpersteinen für Heinz und Margot Kahn. Weitere fünf Stolpersteine wurden anschließend vor dem Gebäude in der Friedrich-Wilhelm-Straße 4 in das Pflaster eingelassen. Sie halten das Andenken an Gerda, Louis, Amalie, Carl und Hilde Weinstein wach. Die nächste Station war die Obere Friedensstraße 20, wo nun drei Stolpersteine für Carl, Ida und Käte Gassenheimer zu finden sind. Ein Stolperstein für Martha Kahn wurde schließlich am Stad 29 verlegt.
Wie in den Jahren zuvor unterstützte Dieter Kühnemund auch diesmal die Aktion. Die Stolpersteine wurden von Jochen Schweitzer, Dr. Gernot Gerlach und anderen finanziert.
Weitere Informationen zu dem Projekt "Stolpersteine" finden Sie hier.
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