„Das wird eine Punktlandung“
 

Datterode. Sozusagen im Schweinsgalopp hat der Verein „Aufwind“ das Nahversorgungs-, Dienstleistungs- und Kommunikationszentrum in Datterode verwirklicht. Die Weichen für das Großprojekt, das im ehemaligen Autohaus Ritz entstanden ist, wurden im August 2009 mit dem Ankauf der Immobilie gestellt. Und weniger als ein Jahr später findet bereits die erste von zwei Einweihungsfeiern statt. Das Gesamtprojekt lässt noch bis Mitte September auf sich warten.
Für den morgigen Donnerstag um 9 Uhr laden die beiden gleichberechtigten Geschäftsführer der Stellenwert GmbH, Matthäus Mihm und Rolf Eckhardt, zur offiziellen Eröffnung des Nahkauf-Lebensmittel- und des Getränkemarktes ein. Im Boot sind morgen auch bereits das von der Bäckerei Wolf in Eschwege belieferte Café, die Fleischerei Opfer, das Blumengeschäft Amm sowie die Filialen der Sparkasse Werra-Meißner und der VR-Bank, die, das ist bislang wohl einmalig, Tür an Tür zu finden sind.
Rolf Eckhardt spricht von einer Punktlandung: „Ich gehe davon aus, dass bis zum späten Mittwochabend noch an verschiedenen Schrauben gedreht werden muss, ehe alles an seinem Platz ist.“ Auch wenn gegen Ende wegen des Termindrucks ein bisschen Hektik aufkommt, so spricht er von einer absolut ruhigen Bauphase: „Unter den Handwerkern ist nicht ein böses Wort gefallen“, lobte Eckhardt an dieser Stelle den Architekten: „Unter der Bauleitung von Rüdiger Siegel, der seine ganze und langjährige Erfahrung in unser Projekt investiert hat, lief alles Hand in Hand und wie am Schnürchen gezogen.“
Während im Obergeschoss unter der Leitung von Geschäftsführer Karl-Reinhard Dörfler, seiner Stellvertreterin Sonja Breßler sowie Ingrid Möller - zu ihrem Aufgabenfeld gehört noch die Betreuung der psychisch behinderten Mitarbeiter und sie vertritt deren Interessen - das Sortiment von über 7000 Artikeln in die Regale des Lebensmittelmarktes eingeräumt werden, sind eine Etage tiefer die Handwerker gefordert. Elektriker arbeiten an der Schaltzentrale und ziehen Strippen, Maler sind aktiv, Holzarbeiten werden ausgeführt und die Männer vom Bau pflastern die Terrassen im Außenbereich, wo bereits die sehenswerte Bepflanzung und die außergewöhnliche Einfriedung mit Steinwallen abgeschlossen wurden.
„Wir sind in allen Bauphasen nach neusten Gesichtspunkten vorgegangen“, erläutert Matthäus Mihm und spricht als passendes Beispiel den vorbildlichen Wärmeaustausch an: „An vielen Stellen müssen hier Kühlungen schnurren. Und die dabei gewonnene Wärme fließt in den Heizungskreislauf ein, unter anderem über die Fußböden“, schwärmt Matthäus Mihm.
Die Stellenwert GmbH hat sich hinsichtlich des Cafés umentschieden: „Ursprünglich war geplant, dass die Bäckerei Wolf dort einsteigt. Jetzt werden wir das selbst übernehmen, lassen uns aber die Backwaren ausschließlich vom Eschweger Familienunternehmen liefern“, erläutert Rolf Eckhardt. (Mittwoch, 28. Juli 2010)

2. Footer :: Eschwege
by active-City V2.3.7